Cashflow

Auch bekannt als: Kapitalfluss, Zahlungsstrom, Geldfluss

Der Cashflow ist die Differenz zwischen Ein- und Auszahlungen einer Periode und zeigt, wie viel Geld einem Unternehmen tatsächlich zugeflossen ist. Anders als der Gewinn enthält er keine zahlungsunwirksamen Posten wie Abschreibungen oder Rückstellungsveränderungen und ist deshalb weniger von Bilanzierungswahlrechten abhängig. Die Kapitalflussrechnung gliedert ihn nach IAS 7 und nach dem deutschen Standard DRS 21 in drei Bereiche: den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, den aus Investitionstätigkeit und den aus Finanzierungstätigkeit. Zusammen mit gesondert ausgewiesenen Effekten, etwa Wechselkursänderungen, erklären diese Bereiche die Veränderung des Finanzmittelbestands im Berichtszeitraum. Dargestellt wird der operative Bereich meist indirekt, also ausgehend vom Jahresergebnis mit Korrekturen für zahlungsunwirksame Posten und für Veränderungen des Betriebskapitals.

Abzugrenzen ist der Oberbegriff von den beiden im Glossar gesondert behandelten Größen. Der operative Cashflow bezeichnet allein den Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit. Ein häufig verwendeter Free Cashflow zieht davon die Investitionsausgaben ab. Für den in der Bewertung verwendeten Cashflow an alle Kapitalgeber sind insbesondere Zins- und Steuereffekte konsistent abzugrenzen. Wer von Cashflow ohne Zusatz spricht, meint deshalb je nach Zusammenhang Unterschiedliches, weshalb in Verträgen und Bewertungen stets die konkrete Größe zu benennen ist. In der Prüfung wird der Cashflow über mehrere Jahre neben das EBITDA gestellt, weil eine dauerhafte Lücke zwischen beiden auf gebundenes Betriebskapital, hohen Instandhaltungsbedarf oder Ergebnisbestandteile ohne Zahlungswirkung hindeutet.

Kreditverträge knüpfen ihre Kennzahlen an Cashflowgrößen, weil sich Zins und Tilgung nur aus Zahlungen bedienen lassen. Zulässig ist nach IAS 7 auch die direkte Darstellung, die Ein- und Auszahlungen unmittelbar nach Arten ausweist und für den Leser besser nachvollziehbar ist. In der Praxis überwiegt dennoch die indirekte Methode, weil sie sich ohne zusätzliche Auswertungen aus der Buchhaltung ableiten lässt. Für die Bewertung ist die Größe deshalb der Ausgangspunkt des Discounted-Cash-Flow-Verfahrens, während Multiplikatorverfahren auf Ergebnisgrößen wie EBITDA oder EBIT aufsetzen.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

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