Gesamtwert im Verhältnis zum eingezahlten Kapital

Auch bekannt als: TVPI

Der Gesamtwert im Verhältnis zum eingezahlten Kapital (TVPI) setzt den gesamten Wert eines Fonds ins Verhältnis zum eingezahlten Kapital. Der Gesamtwert umfasst bereits ausgeschüttete Beträge und den noch im Portfolio steckenden Wert. Die Kennzahl zeigt, wie viel ein Fonds insgesamt erwirtschaftet hat, ob schon ausgezahlt oder noch gebunden.

Rechnerisch ist sie die Summe aus dem Verhältnis der Ausschüttungen zum eingezahlten Kapital und dem Verhältnis des Restwerts zum eingezahlten Kapital. Genau diese Aufteilung ist für die Beurteilung entscheidend. Ein Wert von 1,8 sagt für sich genommen wenig, solange nicht klar ist, ob davon 1,6 bereits geflossen sind oder ob 1,7 auf Bewertungen beruhen, die der Manager selbst vorgenommen hat und die erst im Verkauf bestätigt werden müssen. In jungen Fonds ist der unrealisierte Anteil naturgemäß hoch, was Teil der J-Kurve ist. In einem fortgeschrittenen Fonds ist ein hoher Restwertanteil dagegen ein Warnsignal für ambitionierte Bewertungen oder ausbleibende Verkäufe. Anders als der interne Zinsfuß bildet die Kennzahl das Wertverhältnis ohne zeitliche Verzinsung ab. Kreditlinien können dennoch die eingezahlte Kapitalbasis und durch ihre Kosten das Ergebnis beeinflussen. Die Kennzahl sagt für sich genommen nichts darüber, über welchen Zeitraum der Wertzuwachs erzielt wurde. Beide Kennzahlen werden deshalb stets gemeinsam berichtet und gegen den Fondsjahrgang gespiegelt.

Ein Wert von 1,0 bedeutet, dass der Fonds das eingezahlte Kapital rechnerisch zurückverdient hat, ohne die Kosten der Zeit zu berücksichtigen. In frühen Fondsjahren dominiert der Bewertungsanteil, weshalb die Kennzahl erst nach mehreren Jahren belastbar wird.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

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