Succession
Auch bekannt als: Nachfolgeproblem, Nachfolgermangel, Übergabelücke
Die Nachfolgelücke beschreibt den Abstand zwischen Betrieben, die zur Übergabe anstehen, und Menschen, die bereit und in der Lage sind, sie zu übernehmen. Sichtbar wird sie daran, dass die Zahl der Inhaber, die einen Nachfolger suchen, die Zahl der Übernahmeinteressierten deutlich übersteigt. Findet sich niemand, erwägen viele Inhaber die Schließung ihres Betriebs, auch wenn das Geschäft grundsätzlich tragfähig ist.
Die Ursachen liegen einerseits in der Demografie, weil geburtenstarke Jahrgänge das Rentenalter erreichen und zugleich weniger Menschen in gründungsaktiven Jahrgängen nachrücken, andererseits in den Unternehmen selbst. Betriebe mit starker Inhaberabhängigkeit, unklarer Zahlenlage oder Investitionsstau finden auch dann schwer einen Nachfolger, wenn grundsätzlich Interesse besteht. Für M&A bedeutet das einen strukturell angebotslastigen Markt, in dem Käufer Auswahl haben und Verkäufer besonders auf einen professionell geführten Prozess angewiesen sind.
Für Konsolidierer und Plattformstrategien ist dieselbe Entwicklung die Grundlage eines dauerhaften Angebots an Zielunternehmen. Verstärkt wird die Lücke dadurch, dass viele Betriebe für institutionelle Käufer zu klein oder zu stark auf den Inhaber zugeschnitten sind, während private Nachfolger die Finanzierung des Kaufpreises kaum darstellen können. Die Folge sind Betriebsaufgaben trotz laufender Geschäftstätigkeit.

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