Security Package

Auch bekannt als: Sicherheitenpaket

Ein Security Package ist die Gesamtheit der Sicherheiten, die ein Kreditnehmer seinen Geldgebern stellt. Dazu gehören zum Beispiel Verpfändungen, Garantien und Sicherungsübereignungen. Es soll Kreditgebern einen Zugriff auf Vermögenswerte oder zusätzliche Zahlungspflichtige ermöglichen, wenn der vereinbarte Schuldendienst ausfällt.

In einer Akquisitionsfinanzierung umfasst das Paket häufig Anteile an der Erwerbs- und Zielgesellschaft, Bankkonten, Forderungen, Maschinen oder Immobilien. Auch Ansprüche aus Versicherungen und dem Unternehmenskaufvertrag können einbezogen werden. Welche Sicherheiten sinnvoll sind, hängt vom Geschäftsmodell ab. Bei einem Produktionsbetrieb stehen andere Vermögenswerte zur Verfügung als bei einem Softwareunternehmen, dessen Wert vor allem auf Mitarbeitern, Kundenbeziehungen und geistigem Eigentum beruht.

Für Kreditgeber zählt nicht allein der Buchwert der besicherten Vermögensgegenstände. Entscheidend ist, welcher Erlös bei einer Verwertung voraussichtlich erreichbar wäre, wer vorrangige Rechte besitzt und wie aufwendig der Zugriff ist. Eine Maschine kann im laufenden Betrieb erheblich mehr wert sein als bei einem kurzfristigen Einzelverkauf. Eine umfassende Besicherung ersetzt deshalb keine tragfähige Cashflow-Planung, kann aber das Verlustrisiko und damit die Finanzierungskonditionen beeinflussen.

Bei mehreren Kreditgebern werden die Sicherheiten häufig von einem gemeinsamen Sicherheitentreuhänder verwaltet. Eine Gläubigervereinbarung legt fest, wer über eine Verwertung entscheidet und in welcher Reihenfolge Erlöse verteilt werden. Garantien von Tochtergesellschaften unterliegen zudem rechtlichen Grenzen. Der Kreditgeber muss daher verstehen, welcher Teil des Unternehmens tatsächlich für die Finanzierung einsteht.

Für das Unternehmen hat die Besicherung praktische Folgen: Der Verkauf von Vermögenswerten, eine zusätzliche Finanzierung oder die Nutzung von Forderungen für Factoring kann eingeschränkt sein. Verhandelt werden deshalb auch Freigaben und erlaubte Maßnahmen im gewöhnlichen Geschäft. Bei einer Refinanzierung oder einem späteren Unternehmensverkauf müssen bestehende Sicherheiten rechtzeitig abgelöst oder übertragen werden. Das Security Package ist damit sowohl ein Schutz für Kreditgeber als auch ein wichtiger Bestandteil des künftigen Handlungsspielraums des Unternehmens.

Hinweis: Diese Begriffserklärung dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Die rechtliche Beurteilung hängt vom Einzelfall ab und kann sich durch Gesetzesänderungen oder Rechtsprechung ändern. Für eine verbindliche Beurteilung wenden Sie sich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

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