Series A

Auch bekannt als: Serie A, Series-A-Runde

Die Series A ist die erste größere institutionelle Finanzierungsrunde nach der Seed-Phase und finanziert das Skalieren eines bereits validierten Geschäftsmodells. Investoren erwarten dafür in der Regel ein Produkt im Markt, nennenswerte wiederkehrende Umsätze und belastbares Wachstum, nicht mehr nur eine Idee mit ersten Nutzern.

Geführt werden solche Runden von klassischen Venture-Capital-Fonds, die einen zweistelligen Prozentanteil übernehmen und meist einen Sitz im Beirat oder Aufsichtsrat erhalten. Verwendet wird das Kapital für den Ausbau von Vertrieb und Marketing, für die Verbreiterung des Produkts und für den Aufbau einer Organisation, die Wachstum tragen kann. Dabei kommt ein vollständiges Beteiligungsvertragswerk mit Liquidationspräferenz, Verwässerungsschutz und Vetorechten zum Tragen, ergänzt um Vesting-Regelungen für die Gründer, einen aufgefüllten Optionspool und eine geordnete Berichterstattung. Vorbereitet wird eine solche Runde durch eine Due Diligence, in der Kapitalisierungstabelle, ausstehende Wandeldarlehen, Kundenkohorten, Vertragsbasis und Kennzahlen wie Churn Rate und Net Revenue Retention (NRR) geprüft werden.

Erwartet wird der Nachweis, dass die Kundengewinnung wiederholbar und wirtschaftlich ist, üblicherweise belegt über die Kosten der Kundengewinnung im Verhältnis zum Deckungsbeitrag über die Kundenlebensdauer und über die Zeit bis zur Amortisation dieser Kosten. Angeführt wird die Runde in der Regel von einem Fonds, der auch einen Sitz im Beirat übernimmt und die Vertragsdokumentation vorgibt, während bestehende Investoren über ihr Bezugsrecht anteilig mitziehen.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

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