Special Purpose Acquisition Company

Auch bekannt als: SPAC, Blankoscheck-Gesellschaft

Eine SPAC, kurz für Special Purpose Acquisition Company, ist eine börsennotierte Hülle ohne eigenes Geschäft. Sie sammelt an der Börse Kapital ein, um damit später ein noch nicht festgelegtes Unternehmen zu übernehmen. Über die Übernahme gelangt das Zielunternehmen dann selbst an die Börse.

Der Ablauf ist standardisiert: Initiatoren bringen die Gesellschaft an die Börse, das eingesammelte Kapital wird treuhänderisch verwahrt, und innerhalb einer festgelegten Frist von üblicherweise zwei Jahren muss ein Zielunternehmen gefunden und der Zusammenschluss von den Aktionären gebilligt werden. Gelingt das nicht, wird das Kapital zurückgezahlt. Anleger haben zudem regelmäßig das Recht, ihre Aktien im Zusammenhang mit dem vorgeschlagenen Zusammenschluss zurückzugeben, weshalb das tatsächlich verbleibende Kapital erst bei Closing feststeht. Ergänzt wird die Finanzierung deshalb häufig durch eine parallele Privatplatzierung bei institutionellen Investoren.

Für ein Zielunternehmen können Vorteile in der Geschwindigkeit und in der direkten Preisverhandlung mit den Initiatoren liegen. Die Nachteile sind die Vergütung der Initiatoren, die die Altaktionäre verwässert, sowie die Unsicherheit über die tatsächliche Mittelzuführung. Die Initiatoren erhalten üblicherweise rund 20 Prozent der Anteile zu einem symbolischen Preis.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

Get started

Work smarter across every stage of your deal