Private Equity
Auch bekannt als: SWF
Ein Staatsfonds ist ein staatlich verwalteter Investmentfonds, der das Vermögen eines Landes anlegt. Er investiert oft langfristig in Unternehmen, Immobilien und Wertpapiere rund um die Welt. Solche Fonds gehören zu den größten Kapitalgebern überhaupt. Gespeist werden sie in der Regel aus Einnahmen, die nicht dauerhaft verfügbar sind oder die von laufenden Staatsausgaben getrennt werden sollen, etwa aus Rohstoffexporten, Handelsüberschüssen oder Währungsreserven.
Ihre erklärten Ziele reichen von der Absicherung künftiger Generationen über die Stabilisierung des Staatshaushalts bis zur Diversifizierung der Volkswirtschaft. Für die Transaktionspraxis sind sie in zwei Rollen bedeutsam. Erstens sind sie große Investoren in Private-Equity-Fonds und damit ein wichtiger Teil der Kapitalbasis der Branche. Zweitens treten sie auch als direkte Käufer oder als Ko-Investoren auf, wobei ihr Zeithorizont deutlich länger ist als der eines Fonds mit begrenzter Laufzeit und sie deshalb bei geeigneten Zielunternehmen einen Bewertungsvorteil haben können.
Zu beachten ist die regulatorische Seite: Beteiligungen staatlich kontrollierter Investoren an Unternehmen mit kritischer Infrastruktur oder sicherheitsrelevanter Technologie unterliegen in Deutschland und in der Europäischen Union der Investitionsprüfung, was Zeitplan und Closingsrisiko einer Transaktion erheblich beeinflusst. Bekannte Beispiele sind Staatsfonds aus Norwegen, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Singapur und China. Zu berücksichtigen sind neben der Investitionsprüfung auch politische Erwägungen, die einzelne Transaktionen unabhängig von der wirtschaftlichen Logik erschweren können.

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