Debt / Financing
Auch bekannt als: TLB, Institutionelles Darlehen
Ein Term Loan B ist ein weitgehend endfälliger Kredit, der vor allem von institutionellen Investoren gehalten wird. Während der Laufzeit wird nur wenig getilgt, der Großteil erst am Ende zurückgezahlt. Solche Kredite kommen häufig bei fremdfinanzierten Übernahmen zum Einsatz. Die typische Ausgestaltung sieht eine Laufzeit von etwa sechs bis sieben Jahren vor, eine laufende Tilgung von häufig einem Prozent des Nominalbetrags pro Jahr und einen variablen Zins aus Referenzsatz zuzüglich einer Marge, die über dem Niveau klassischer Bankkredite liegt.
Gehalten werden solche Darlehen von Kreditfonds, Verbriefungsvehikeln und anderen institutionellen Investoren, die die Papiere handeln, statt eine dauerhafte Kreditbeziehung zu pflegen. Daraus folgt die Nähe zu Anleiheusancen mit anlassbezogenen statt laufend geprüften Auflagen. Der wirtschaftliche Vorteil für den Kreditnehmer liegt in der geringen Pflichttilgung, weil der erwirtschaftete Cashflow für Zukäufe, Investitionen und Ausschüttungen zur Verfügung steht statt für die Rückführung. Das erhöht die Eigenkapitalrendite und macht die Struktur für Buy-and-Build-Strategien attraktiv. Der Preis dafür sind eine höhere Marge und das Refinanzierungsrisiko am Ende der Laufzeit.
Abzugrenzen ist die Tranche vom klassischen amortisierenden Bankdarlehen und von der revolvierenden Betriebsmittellinie, die üblicherweise daneben bereitgestellt wird. Kennzeichnend ist die geringe Zahl an laufend zu prüfenden Kreditauflagen, häufig beschränkt auf eine einzige Kennzahl, die nur bei Inanspruchnahme der Betriebsmittellinie greift. Weil die Tranche aktiv gehandelt wird, dienen ihre Preise am Sekundärmarkt als Indikator für die Marktlage.

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