M&A Process
Auch bekannt als: Referenzanzeige, Deal Toy
Ein Tombstone ist die schlichte Anzeige, mit der Banken und Berater einen abgeschlossenen Deal dokumentieren: beteiligte Parteien, Art der Transaktion, gegebenenfalls das Volumen und die Rolle des jeweiligen Beraters. Der Name stammt aus dem US-Kapitalmarktrecht, wo Anzeigen zu Wertpapieremissionen auf nüchterne Pflichtangaben ohne werbliche Gestaltung beschränkt waren und dadurch an Grabsteine erinnerten. In der Praxis ist das Format vor allem ein Marketinginstrument: Tombstones werden gerahmt als Deal Toys überreicht und füllen die Referenzseiten von Pitch-Unterlagen. Für Mandanten sind sie ein grobes Auswahlkriterium, weil sie zeigen, in welcher Größenordnung und in welchen Branchen ein Berater tatsächlich abgeschlossen hat.
Ihre Aussagekraft ist allerdings begrenzt, weil die angegebene Rolle oft unschärfer ist als der tatsächliche Beitrag. Formulierungen wie eine Begleitung des Prozesses lassen offen, ob das Haus federführend war oder lediglich eine Teilleistung erbracht hat, und im Mittelstand fehlen Volumenangaben regelmäßig ganz, weil Kaufpreise nicht veröffentlicht werden. Aussagekräftiger als die Sammlung von Anzeigen ist deshalb die Frage, wer das Mandat persönlich bearbeitet hat und ob Referenzen gesprochen werden dürfen. Für den Berater selbst erfüllt der Tombstone daneben eine interne Funktion als sichtbarer Abschluss eines langen Prozesses.
Gestaltung und Inhalt folgen einer festen Form: das Logo des Zielunternehmens, eine kurze Beschreibung der Transaktion, das Volumen, sofern es veröffentlicht werden darf, das Datum und die Rolle des Beraters. Voraussetzung ist die Zustimmung des Mandanten, die im Beratungsvertrag geregelt wird und in der Praxis häufig auf die Nennung ohne Angabe des Volumens beschränkt bleibt. Für Mandanten ist die Zustimmung eine Abwägung zwischen der gewünschten Vertraulichkeit und der Unterstützung eines Beraters, mit dem sie weiter zusammenarbeiten wollen.

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