Underwriting

Auch bekannt als: Zeichnungsübernahme, Emissionsübernahme

Underwriting ist die Übernahme und Platzierung neuer Wertpapiere durch eine Bank. Bei einer festen Übernahme garantiert die Bank dem Emittenten die Aufnahme des Kapitals und verkauft die Papiere dann an Investoren weiter. Bei dieser Variante trägt sie das Risiko, ob sich die Emission platzieren lässt. Zu unterscheiden sind zwei Grundformen.

Bei der festen Übernahme verpflichtet sich das Konsortium, die Papiere zu einem festgelegten Preis zu übernehmen, sodass der Emittent den Erlös unabhängig vom Platzierungserfolg erhält und die Banken das Absatzrisiko tragen. Bei der Platzierung auf Basis bester Bemühungen wird lediglich zugesagt, sich um die Unterbringung zu bemühen, sodass das Risiko beim Emittenten verbleibt. Vergütet wird die Leistung über eine Provision, die sich üblicherweise aus einem Anteil für die Strukturierung, einem für die Übernahme und einem für den Vertrieb zusammensetzt und die bei Aktienemissionen deutlich höher liegt als bei Anleihen. Bei Aktienplatzierungen wird die feste Übernahme in der Praxis erst nach Abschluss des Bookbuildings erklärt, sodass das tatsächliche Risiko der Banken auf den Zeitraum bis zur Abrechnung begrenzt ist. Ergänzt wird das durch die Mehrzuteilungsoption und die Stabilisierung in den ersten Wochen.

Der Begriff wird daneben im Versicherungswesen und im Kreditgeschäft für die Risikoprüfung verwendet. Üblich ist zudem eine Mehrzuteilung von bis zu 15 Prozent. Die dadurch entstandene Lieferverpflichtung kann das Konsortium durch den Kauf zusätzlicher Aktien über eine Mehrzuteilungsoption oder durch Rückkäufe am Markt decken. Letztere können zugleich den Kurs stabilisieren.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

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