Value Creation Plan

Auch bekannt als: VCP, 100-Tage-Plan

Ein Value Creation Plan beschreibt, wie ein Investor den Wert eines Portfoliounternehmens steigern will. Er legt konkrete Hebel fest, etwa Wachstum, Kostensenkung oder Zukäufe. Der Plan ist der Fahrplan für die Zeit zwischen Kauf und Verkauf. Entwickelt wird er bereits vor dem Erwerb aus den Erkenntnissen der kommerziellen, finanziellen und operativen Prüfung und anschließend mit dem Management abgestimmt, weil er nur wirkt, wenn ihn diejenigen tragen, die ihn umsetzen.

Üblich ist eine Gliederung nach Hebeln mit jeweils messbarem Zielwert, verantwortlicher Person und Zeitpunkt. Typische Hebel sind: Preisanpassungen und Sortimentsbereinigung, Ausbau von Vertrieb und Marketing, Verbesserungen im Einkauf und in der Produktion, Straffung des Betriebskapitals, Digitalisierung und Prozessautomatisierung, gezielte Zukäufe sowie die Verstärkung der zweiten Führungsebene. Die ersten Monate nach dem Closing bekommen dabei besonderes Gewicht, weil in dieser Phase Berichtswesen, Steuerungsgrößen und Prioritäten festgelegt werden. Wesentlich ist die Nachverfolgung: Jeder Hebel wird gegen die Planung gemessen, und Abweichungen werden im Beirat besprochen. Für den Investor ist der Plan zugleich die Grundlage der Renditerechnung, weil sich der Kaufpreis nur rechtfertigen lässt, wenn die unterstellte Verbesserung tatsächlich eintritt.

Beim Exit dient die dokumentierte Umsetzung als Nachweis gegenüber dem nächsten Käufer. Bewährt hat sich, die Zahl der Vorhaben auf eine überschaubare Menge zu begrenzen, weil parallele Programme die Führungskapazität eines mittelständischen Unternehmens schnell überschreiten.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

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