Private Equity
Auch bekannt als: Vintage, Jahrgang, Auflagejahr
Das Vintage Year ist das Jahr, in dem ein Fonds seine ersten Investitionen tätigt. Es dient als Bezugspunkt, um die Leistung verschiedener Fonds zu vergleichen. Fonds desselben Jahrgangs starteten unter ähnlichen Marktbedingungen. Der Grund für diese Bezugsgröße ist einfach: Die Rendite eines Fonds hängt erheblich davon ab, zu welchen Bewertungsniveaus er eingekauft und zu welchen er verkauft hat, und beides wird vom Konjunktur- und Kapitalmarktzyklus mitbestimmt.
Ein Fonds, der kurz vor einem Abschwung investiert hat, kämpft mit hohen Einstiegspreisen und einem schwierigen Umfeld, während ein Fonds, der unmittelbar danach investieren konnte, günstig eingekauft und in einer Erholung verkauft hat. Ein Vergleich zwischen Fonds unterschiedlicher Jahrgänge sagt deshalb wenig über die Qualität des Managers aus. Aussagekräftig ist erst die Einordnung innerhalb des eigenen Jahrgangs, üblicherweise über Quartilsangaben aus Vergleichsdatenbanken. Für Investoren folgt daraus eine praktische Konsequenz für die Portfoliokonstruktion: Weil sich der beste Einstiegszeitpunkt nicht vorhersagen lässt, wird ein Programm bewusst über mehrere aufeinanderfolgende Jahrgänge verteilt, wodurch sich zugleich Kapitalabrufe und Rückflüsse ausgleichen.
Vergleichsdaten veröffentlichen Anbieter wie Preqin und PitchBook sowie die Branchenverbände, wobei die Erhebungen auf freiwilligen Meldungen beruhen und deshalb eine Verzerrung zugunsten erfolgreicher Fonds enthalten können. Zugeordnet wird ein Fonds seinem Jahrgang üblicherweise nach dem Jahr des ersten Kapitalabrufs oder der ersten Investition, wobei die Zuordnung zwischen Datenanbietern abweichen kann.

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