Wagniskapital

Auch bekannt als: VC, Risikokapital

Wagniskapital ist Beteiligungskapital für junge, wachstumsstarke Unternehmen. Investoren stellen frühen Firmen Geld bereit und erhalten dafür Anteile. Sie tragen ein hohes Risiko, hoffen aber auf überdurchschnittliche Gewinne, wenn sich ein Start-up durchsetzt.

Das Geschäftsmodell folgt einer klaren Logik: Weil ein erheblicher Teil der Beteiligungen ganz oder teilweise ausfällt, muss ein einzelner Erfolg das gesamte Portfolio tragen. Entsprechend wird nicht in Unternehmen investiert, die solide, aber begrenzt wachsen, sondern in solche mit sehr großem Marktpotenzial. Klassische Bankkredite spielen in frühen Phasen eine begrenzte Rolle, weil Sicherheiten und planbare Zahlungsströme oft fehlen. In späteren Phasen kann Venture Debt das Eigenkapital ergänzen. Investiert wird in Runden von der Pre-Seed-Phase über Seed und Series A bis zu späteren Wachstumsrunden, wobei ein Fonds neben den Erstinvestitionen einen erheblichen Teil seines Kapitals für Folgeinvestitionen in die erfolgreichen Beteiligungen reserviert.

Abgesichert wird die Investition nicht über Sicherheiten, sondern über Vertragsgestaltung: Liquidationspräferenz, Verwässerungsschutz, Zustimmungsvorbehalte, Informationsrechte, Vesting und Mitverkaufsregelungen. Vom Buy-out unterscheidet sich Wagniskapital in nahezu jeder Hinsicht, insbesondere durch Minderheitsbeteiligungen, den geringeren Einsatz von Verschuldung und die Bedeutung des Teams gegenüber der Ertragslage. Typische Fonds halten 20 bis 40 Beteiligungen. In Deutschland sind KfW Capital, der High-Tech Gründerfonds und die Beteiligungsgesellschaften der Länder wichtige Kapitalgeber.

Dunkelblauer und schwarzer Verlaufshintergrund mit einem hellblauen Lichtschein unten rechts.

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